Du bist hier: StartseiteWissenFinanzenMinuszinsen als neues Geschäftsmodell von Banken und Kreditinstituten
Minuszinsen

Minuszinsen als neues Geschäftsmodell von Banken und Kreditinstituten

5
623 (~4 Min)
Normalerweise sollen Sparer für das Anlegen von Rücklagen belohnt werden, so zumindest der frühere Grundgedanke, warum Zinsen eingeführt wurden. Mittlerweile ist dies jedoch ein Minusgeschäft für Banken und Kreditinstitute, sodass beschlossen wurde, Sparer mit Minuszinsen zu sanktionieren.
Minuszinsen
B anken und generell Kreditinstitute haben ein Problem: Zu viel Geld auf den Konten der Kunden und keine Möglichkeit mit diesem Geld wiederum Geld zu verdienen. Während Kunden mit bestehenden Konten oftmals noch Glück haben, wollen Banken verhindern, dass Neukunden größere Geldsummen anlegen. Dafür haben Sie in Instrument, das früher eher größere Unternehmen getroffen hat: Strafzinsen.

Warum es Strafzinsen gibt


Das Problem: Kreditinstitute zahlen wiederum selbst negative Zinsen, wenn sie Gelder bei der EZB (Europäische Zentralbank) zwischenbunkern. Seit dem die EZB aufgrund der Krisen der letzten Jahre auf eine 0%-Leitzins Politik fährt, haben Banken so gut wie keine Möglichkeiten mehr mit den Geldern der Kunden Zinsen zu erwirtschaften und zahlen oftmals drauf. Während die Banken in den letzten Jahren versucht haben, dies mit Gebühren auf bereits bestehende Konten zu kompensieren, funktioniert das nur noch bei wenigen Banken. Was folgt ist der Angriff auf die Sparer oder die, die ihr normales Konto als Aufbewahrungskonto nutzen. Für viele Bankkunden ist nun der Moment gekommen, indem ein normales Girokonto nicht mehr lohnt, um Geld zu parken oder es als Anlagemodell zu nutzen.

Wie es zu der Situation kommt


Prinzipiell werden die Rollen getauscht: Sparen wird bestraft und mit Strafzinsen belegt. Banken sind bei der EZB Schuldner und werden gegenüber Kontoinhabern wiederum zu Gläubigern, wenn diese Negativzinsen verursachen. Am Ende geht es um ein System der Geldverteilung, wobei Banken möglichst wenig Verlust, vielleicht sogar Gewinn machen wollen. Verbraucher haben am Ende der Kette das Nachsehen, weil sie für das Sparen nicht mehr belohnt werden.

Was Verbraucher dagegen tun können


Das einfachste Mittel um hohen Kontoführungsgebühren oder sogar Strafzinsen zu entgehen, ist ein Kontowechsel zu einer anderen Bank. Reine Online-Banken, also Banken die kein eigenes Filialnetz betreiben, sind hier immer noch eine gute Alternative. Der Wechsel ist tatsächlich eine Option, da die neue und alte Bank ihnen beim Kontoumzug helfen müssen.

Doch was ist, wenn Sie größere Summen auf Ihrem Konto hinterlegt haben? Es gibt viele Möglichkeiten, Geld anzulegen und zu investieren. Entweder man schließt einen Bausparvertrag, welche in verschiedene Ausführungen und Laufzeiten angeboten werden oder man setzt auf ein Tagesgeldkonto. Wobei auch hier die Zinssätze gegen Null tendieren, man aber für das Zwischenparken kein Geld bezahlt.

Wertpapiere und Zertifikate als Alternative


Viele Menschen sind jedoch der Meinung, dass das Sparen mit der Hoffnung auf ein paar Zinserträge nicht mehr lohnt. Für diese gibt es die Möglichkeit, ihr Geld in Aktien, Immobilien, Wertpapierzertifikate allgemein oder Edelmetalle wie Gold, Silber oder Kryptowährungen zu investieren. Viele Anleger traden, um ihr Erspartes zu Maximieren. Die Zeiten von hohen Zinsen sind jedoch wohl für eine längere Zeit vorbei. Spezielle Anlageformen wie Immobilien haben den Sinn, dass sie egal wie viel sie in der Zukunft wert sind, immer einem gehören. Durch Mieteinnahmen oder Fremdvermietung lässt sich so dauerhaft mehr verdienen als mit ein paar Prozent Zinsen, sofern es diese überhaupt noch gibt.

Wer auf Zinsen in Bezug auf das Ersparte oder ein kostenloses Girokonto jedoch nicht verzichten möchte, sollte ein Wechsel der Bank in Erwägung ziehen. Vergleichsportale und Willkommens- sowie Werberbonusse helfen einem dabei, den richtigen Anbieter zu finden.

Zum Thema passende Artikel:

TOP
Datenschutzeinstellungen Diese Webseite verwendet Cookies, um essenzielle Funktionen zu ermöglichen, das Angebot zu verbessern und die Nutzung der Webseite zu analysieren.
Unter Cookie-Einstellungen können Sie selbst entscheiden welche Cookies sie zulassen. Nähere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

AktiviertEssenzielle Cookies, notwendig für den Betrieb der Webseite
DeaktiviertVerwendung von Tracking-Technologien, u.a. Google Analytics
DeaktiviertVerwendung von externen Adserver-Technologien zur Bereitstellung relevanter Werbung
DeaktiviertVerwendung von externen Multimedia- und Streamingdiensten, u.a. YouTube, Vimeo