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Ist Gold wirklich Krisensicher?

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Beim Thema Finanzen denken viel zuerst an Gold. Als Edelmetall besitzt Gold einen Tauschwert und ist somit niemals wertlos. Doch wie sicher ist die Geldanlage in Form von Gold, in Zeiten von Wirtschaftskrisen und politischen Veränderungen wirklich?
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D er Goldpreis richtet sich im Wesentlichen nach dem industriellen Bedarf, dem Bedarf der Zentralbanken sowie der geförderten Goldmenge. In Krisenzeiten schnellt der Goldpreis, aufgrund der hohen Nachfrage, naturgemäß nach oben. Das war über eine lange Zeitspanne auch der Fall, so zum Beispiel war es auch im Krisenjahr 2008 zu beobachten.

Die letzten 20 Jahre Gold


Anfang 2008 stieg der Goldpreis erstmals auf über 1.000,00 US-Dollar pro Unze. Somit vervierfachte sich der Goldpreis, binnen sechs Jahren, nahezu. Ab 2012 konnte man jedoch auch den Rückgang des Goldkurses beobachten. Die Gründe hierfür sind vielfältig, liegen jedoch vorwiegend im Investitionsverhalten der Spekulanten, welche die Gewinne aus Ihren Goldinvestments wieder zu Geld gemacht haben. Über die nächsten 4-5 Jahre war ein typisches auf und ab zu bemerken, die Entwicklung konnte jedoch maximal als Seitwärtsbewegung bezeichnet werden. Ab 2018 steigt der Preis aber rasant und hat sich fast verdoppelt. 2021 konnte Gold einen neuen Spitzenwert erreichen, der lag bei von knapp 2.050,00 US-Dollar und stellt das aktuelle Allzeithoch dar.

Anlage in Gold sinnvoll?


Wer nun sein Geld in Gold anlegen möchte, hat die Qual der Wahl. Gold wird beispielsweise in Form von Gold-Münzen oder Gold-Barren in unterschiedlichen Größen gehandelt. Dabei wird der Preis in Dollar je Unze (28,35 Gramm) bzw. Feinunze (31,10 Gramm) angegeben. Es gilt genau zu unterscheiden, welche Münzen gekauft werden. Die sogenannten Anlagemünzen gehen im Wert relativ nach dem Goldpreis, während Sammlermünzen bzw. Sonderprägungen, durch die konkrete Nachfrage oder die Auflage, im Preis beeinflusst werden können.

Des weiteren kann man in Fonds oder Zertifikate zum Thema Gold investieren. Hierbei erwirbt man Zertifikate oder Fondsanteile von Unternehmen, welche in Gold investieren (z. B. Goldminen). Von Vorteil ist hierbei, dass man kein Gold aufbewahren muss, jedoch stellt der schwankende Goldkurs sowie das Bonitätsrisiko der Unternehmen ein Risiko dar.

Eine weitere Möglichkeit der Investition besteht im Handel mit Optionen. Optionen werden jedoch in Deutschland praktisch nicht gehandelt. Daher ist ein Brokerkonto im Ausland nötig. Bei der Option hat der Käufer das Recht, jedoch nicht die Pflicht, eine bestimmte Menge des Produktes zum festgelegten Preis zu erwerben (Call-Option) bzw. zu verkaufen (Put-Option). Der Verkäufer wiederrum hat die Pflicht das Produkt zum festgelegten Preis (Basispreis genannt) zu kaufen bzw. zu verkaufen.

Insgesamt gilt Gold als krisensicheres und im Gegensatz zu Digitalwährungen wie dem Bitcoin als wertstabiles Zahlungsmittel und als weltweit gültige Tauschwährung.

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