Du bist hier: StartseiteTechnikCoca-Cola setzt auf Flaschen aus Papier
Lebensmittelindustrie

Coca-Cola setzt auf Flaschen aus Papier

12
308 (~2 Min)
Immer mehr Unternehmen suchen nach Alternativen zu Verpackungen aus Plastik. Der Getränkekonzern Coca-Cola plant nun in Zusammenarbeit mit dem dänischen Cleantech-Start-up Paboco („Paper Bottle Company“), eine Flasche aus Papier auf den Markt zu bringen.

Die Testphase beginnt im Sommer 2021. Nach Angaben des Unternehmens sollen bis 2030 alle Verpackungen gesammelt und recycelt werden. Anschließend ließen sie sich wieder befüllen, so Coca-Cola. Bislang verbraucht der Konzern in jedem Jahr rund drei Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen, von denen der überwiegende Anteil nicht recycelt wird.

Testphase in Ungarn


Die Markteinführung der Papierflasche beginnt voraussichtlich in einer limitierten Auflage von 2000 Stück in Ungarn. Der Prototyp enthält das pflanzliche Getränk AdeZ, ein Mix aus Samen, Nüssen und jeweils einer Sorte Fruchtsaft. Das aktuelle Modell besteht zwar außen aus Papier, besitzt jedoch einen Verschluss sowie eine innere Barriere aus recyceltem Plastik. Ziel ist es, auch diese Bestandteile aus nachhaltig gewonnenem Holz mit einer biobasierten Materialbarriere zu verwenden. Die Papierflasche ließe sich nicht nur für kohlensäurehaltige und stille Getränke verwenden, sondern auch für Schönheitsprodukte und diverse andere Flüssigkeiten.

Der Coca-Cola-Konzern teilte mit, dass die Markteinführung in Ungarn wichtig sei, um die Akzeptanz der Verbraucher herauszufinden. Zudem wolle man feststellen, ob sich die Papierflasche im Praxistest bewährt.

Auf der Suche nach Alternativen


Neben Coca-Cola streben auch die dänische Bierbrauerei Carlsberg, der Spirituosenhersteller Absolut (Teil des französischen Unternehmens Pernod Ricard) sowie das französische Körperpflegeunternehmen LOréal danach, Glas oder Plastik durch biobasierte Kunststoffe, etwa Holz, zu ersetzen. Die Produktentwicklungsteams aller vier Unternehmen arbeiten daher mit dem Start-up Paboco zusammen.

Erbringt die Testphase mit Adez in Ungarn positive Resultate, soll eine weitere Markterprobung mit der Wodka-Marke Absolut in Großbritannien und Schweden erfolgen.

Über den Autor


Steffen Kessler
... Schreibt seit dem 25.06.2015 für diese WissenOnline.

Zum Thema passende Artikel:

TOP
Datenschutzeinstellungen Diese Webseite verwendet Cookies, um essenzielle Funktionen zu ermöglichen, das Angebot zu verbessern und die Nutzung der Webseite zu analysieren.
Unter Cookie-Einstellungen können Sie selbst entscheiden welche Cookies sie zulassen. Nähere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

AktiviertEssenzielle Cookies, notwendig für den Betrieb der Webseite
DeaktiviertVerwendung von Tracking-Technologien, u.a. Google Analytics
DeaktiviertVerwendung von externen Adserver-Technologien zur Bereitstellung relevanter Werbung
DeaktiviertVerwendung von externen Multimedia- und Streamingdiensten, u.a. YouTube, Vimeo