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Brände weltweit

Brände weltweit: Immer mehr Wälder fallen den Flammen zum Opfer

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S chon seit Monaten wüten in Australien furchtbare Waldbrände. Doch nicht nur in Down Under fallen Millionen von Bäumen und Tieren den Flammen zum Opfer, auf der ganzen Welt wüten gewaltige Feuer – sogar in der Arktis. Dies geht aus einem Bericht der Internet-Plattform Global Forest Watch Fires (GWF Fires) hervor.

Im Jahr 2019 registrierte GWF Fires weltweit mehr als 4,5 Millionen größere Brände und damit 400.000 Feuer mehr als im Jahr zuvor. Zwar schwanke die Zahl von Jahr zu Jahr, ergänzte eine Vertreterin der Umweltorganisation World Wildlife Fund (WWF), doch das globale Brandrisiko sei zweifellos angestiegen. Die Gründe seien vielfältig, doch der Klimawandel spiele definitiv eine entscheidende Rolle, so die WWF-Umweltexpertin. So setzen Brände in jedem Jahr rund acht Milliarden Tonnen CO2 frei – nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace entspreche die Menge der Hälfte der weltweiten Emissionen aus der Verbrennung von Kohle. Lediglich vier Prozent aller Feuer, teilte der WWF mit, brächen aufgrund natürlicher Vorgänge aus, beispielsweise durch Blitzeinschläge.

Große Brandherde im letzten Jahr



Brasilien


Für große Schlagzeilen sorgten im vergangenen Jahr die Buschbrände im brasilianischen Amazonasbecken, welche fast nie natürlichen Ursprungs sind, sondern nahezu ausschließlich die Folge von Brandstiftung. Ziel ist es, neue Agrarflächen für den Sojaanbau und für die Viehhaltung zu gewinnen. Die Brandrodung des Regenwaldes verstärkt den Klimawandel, denn die Fähigkeit Kohlenstoff zu speichern, sinkt mit dem Verlust von Waldfläche dramatisch. Zudem nimmt das Austrocknen der Vegetation weiter zu und sorgt so für einen weiteren Anstieg der Brandgefahr.

Afrika


Brandrodung ist ebenfalls ein großes Problem in Zentralafrika. Aufgrund der großen Bevölkerungsdichte fallen dort immer mehr natürliche Ressourcen den Flammen zum Opfer. Die Öko-Systeme besitzen immer weniger Zeit, sich zu erholen. Zwar sind die Feuer in dieser Region Teil des natürlichen Kreislaufs, doch die Brände erreichen mittlerweile eine Größe, sodass die Savanne nicht mehr grün wird.

USA


Der Klimawandel macht jedoch auch vor den USA nicht Halt, denn besonders in Kalifornien toben von Oktober bis November immer wieder heftige Waldbrände. In den letzten 100 Jahren stieg in dem Bundesstaat die durchschnittliche Temperatur um drei Grad. Zudem regnet es an der Westküste der USA immer weniger.

Europa


Die Mittelmeerregion leidet seit der Jahrtausendwende ebenfalls unter zunehmender Trockenheit. Dort sorgt der Mensch mit absichtlich gelegten Bränden zur Gewinnung von Bauland und Viehweiden für große Schäden.

Arktis


Selbst in der Arktis wüteten 2019 zahlreiche Feuer, so in Jakutien, Sibirien sowie in Alaska. Grund waren die extrem hohen Temperaturen von bis zu 32 Grad sowie die außergewöhnliche Trockenheit in den Regionen.

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