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Droht das Trinkwasser in Deutschland knapp zu werden?

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Dürre und Trinkwasserknappheit sind Phänomene, die viele Menschen in Deutschland mit dem nördlichen Afrika und der gewaltigen Wüste Sahara verbinden. Doch Trockenheit in den Böden tritt auch hierzulande in immer mehr Gegenden auf. So hatten einige Orte im vergangenen Sommer mit leer gelaufenen Grundwasserbrunnen zu kämpfen.

U rsache Klimawandel: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz befürchtet, dass Trinkwasserknappheit auch in Deutschland immer häufiger auftreten werde. Grund sei der Klimawandel, der den Grundwasserspiegel senke sowie die „Konkurrenz zur Landwirtschaft“, erklärte Armin Schuster (60), Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Schuster befürchtet, dass das Problem sogar noch zunehmen werde. Daher sei es zwingend erforderlich, Vorsorge zu treffen. Dies gelte nicht nur für die Kommunen, sondern genauso für alle Bürgerinnen und Bürger. Er verwies auf einige Gemeinden, die bereits jetzt mit dem Problem Trinkwasserknappheit konfrontiert seien.

Millionenschweres Förderprogramm gestartet


Das BBK selbst hat eigenen Angaben zufolge ein Förderprogramm über rund 60 Millionen Euro ins Leben gerufen, um Trinkwassernotbrunnen zu sanieren, den Unterhalt von Verbundleitungen zu bezuschussen sowie die Notstromversorgung der Wasserversorger zu unterstützen.

Doch das Verhindern einer Trinkwasserknappheit sei nicht das einzige Problem, mit dem Deutschland in nächster Zeit zu tun habe. „Mindestens ebenso groß“, teilte Schuster mit, sei aufgrund des Klimawandels „die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden und extremen Wetterwechseln“. Ergänzend erklärte er, dass sich das BBK auch darauf einstelle.

BBK hofft auf Eigenverantwortung der Menschen


Jetzt sei aber ebenso die Eigenverantwortung der Menschen in Deutschland gefordert, appellierte der BBK-Präsident. Erforderlich sei ein nachhaltiger Umgang mit Wasser, der die Ressourcen schone. Genauso wichtig sei schon heute „eine erhöhte Selbstschutz- und Selbsthilfefähigkeit in der Bevölkerung bei extremen Wetterlagen“.

Das Bundesamt beziehe bereits jetzt in seine Überlegungen mit ein, was passieren könne, wenn die Folgen des Klimawandels nicht rechtzeitig aufgehalten würden. Doch, so Schuster, der Staat allein sei niemals in der Lage, so gut vorzusorgen, wie es alle Bürgerinnen und Bürger gemeinsam könnten.

Über den Autor


Marco Schmitz
Beschäftigt sich mit vielen Themen des Internets. Er schreibt bereits seit einigen Jahren Artikel mit dem Themenschwerpunkt: Aktuelles Zeitgeschehen und Technik. Schreibt seit dem 17.08.2012 für diese WissenOnline.

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